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Schlossturmmuseum:


 

Die Ausstellung
"Reformation und 30jähriger Krieg"

 

Räume im Schloss auch kulturell zu nutzen, wurde 1953 von Elfriede Otto mit den „Winsener Schlosskonzerten“ in der ehemaligen Schlosskapelle gewagt. 1967 mussten die Konzerte wegen des bedrohlichen Bauzustandes an diesem Ort aufgegeben werden. Seit vielen Jahren ist es dem Heimat- und Museumverein ein großes Anliegen, bei den Verantwortlichen daraufhinzuwirken, bisher ungenutzte Teile des Schlosses der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Am 15. Januar 1986 wurde das erste Konzept zur „schrittweisen" Nutzung des Schlosses durch die Öffentlichkeit erarbeitet.
Am 6. November 1995 gründete der Heimat- und Museumverein die Arbeitsgemeinschaft Schloss. Sie umfasst heute ca. 750 Mitglieder. In der Folgezeit nutzte der Heimat- und Museumverein viele Gelegenheiten, Spenden für das Schloss zu sammeln. Es begann mit der Jahresveranstaltung des Vereins, der „Swiensköst 1994“. Von den Spendengeldern wurde eine Kopie eines Bildes der jugendlichen Herzogin Dorothea nach einem Vorbild der berühmten Lüneburger Bilderchronik von 1595 erstellt. Es ist hier rechts in der Kapelle zu sehen. Links im Raum sehen wir die Kopie einer Darstellung der Herzogin auf einem Altarflügel in der Celler Schlosskapelle. Es wurden dafür die Spendengelder der „Swiensköst 1995“ verwendet.
Mehr über die Deckengestaltung der Schlosskapelle
In den darauf folgenden Jahren wurden die beachtlichen Spendengelder dieser Veranstaltung für den Leuchterreif und die Wappenscheiben im Chorfenster verwendet. Die bunten Scheiben konnten nach den Originalen im Kloster Lüne von einer Winsener Firma angefertigt werden. Beachtliche Spendengelder erbrachten auch die vier Benefizkonzerte der privaten Musikschule Woodford (Winsen-Pattensen) in der Stadthalle und in der Kirche St. Marien. Ein Fußballspiel mit prominenten Spielern wurde zu Gunsten des Schlosses veranstaltet. Einige Spender wünschten sich zu runden Geburtstagen, goldenen Hochzeiten und sogar bei einem Trauerfall statt Geschenken und Blumen eine Spende für das Schloss. Aber auch das Schloss selbst erwachte aus seinem „Dornröschenschlaf“. Zusammen 2.300 Interessierte konnten es 1997 und 1998 zum „Tag des offenen Denkmals“ besichtigen. Doch noch einmal kurz zurück zu den Spendern. 743 Mitglieder spendeten 10,-- DM pro Jahr oder mehr. 200 Spender gaben 100,-- DM oder mehr. 39 Spender gaben über 200,-- DM. Ca. 125.000,-- DM hat der Verein für die Ausstattung der ehemaligen Schlosskapelle ausgegeben. Ein erster Schritt ist getan – ein Ziel erreicht! Die Kapelle steht für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Seither finden in diesem Raum auch standesamtliche Trauungen statt! Mittlerweile ist zur Ausstattung auch ein Cembalo für Musikveranstaltungen hinzugekommen, das in Winsen bislang fehlte. Das Vorhaben „Winsener Schloss“ ist in der „Roten Mappe“ des Niedersächsischen Heimatbundes und in der „Weißen Mappe“ der Niedersächsischen Landesregierung enthalten. Wir sehen, gemeinsam mit dem Amtsgericht mittel- bis langfristig einen Weg, das bedeutendste historische Gebäude der gesamten Region, das Winsener Schloss, für die Bürger und Bürgerinnen sowie für die Besucher der Kreisstadt noch attraktiver zu machen, indem auch der Turm ausgebaut wird. Studien sind erstellt worden und mittlerweile mit Bau- und Denkmalsaufsicht abgesprochen. Rund 300.000 Euro sind von Nöten, um den Schlossturm auszubauen, so dass eine geregelte Besichtigung und der Blick von oben möglich werden. Auch diese Gelder müssen wir jetzt beschaffen: Helfen Sie mit und leisten Sie einen kleinen Beitrag auf diesem Weg!
Mit 5,- Euro jährlich sind Sie dabei! (Anträge im Museum)

Der Schlossturm mit seiner Ausstellung "Reformation und 30jähriger Krieg" ist für Gruppen nach Anmeldung jederzeit mit fachkundiger Führung zugänglich. Anmeldungen unter: 04171-3419. Kosten pro Gruppenführung: 40,- EUR

Auch für interessierte Einzelpersonen ist natürlich ein fester Termin für Führungen vorgesehen:
jeden 2. Donnerstag und jeden 2. Samstag im Monat um 11 Uhr findet eine öffentliche Führung
statt.
Kosten: 4,- EUR pro Person